Jenapharm GmbH & Co.KG

NOVASTEP Dragees

PZN 0164138
NOVASTEP Dragees
PZN 3381735
NOVASTEP Dragees
PZN 0164144
NOVASTEP Dragees
Rezeptpflichtig
Rezepttyp:
Kassenrezept
Packungsgröße:
1X21 St / N1
PZN 0164138
UVP/AVP1 16,01 €
Zuzahlung 5,00 €
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1X21 St / N1
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Produktdetails
Zusammensetzung

Wirkstoffe
  • 0.05 mg Levonorgestrel
  • 0.08 mg Levonorgestrel
  • 0.13 mg Levonorgestrel
  • 0.03 mg Ethinylestradiol
  • 0.04 mg Ethinylestradiol
  • 0.03 mg Ethinylestradiol
Hilfsstoffe
  • Montanglycolwachs
  • Montanglycolwachs
  • Montanglycolwachs
  • Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
  • Eisen(III)-oxidhydrat, schwarz
  • Povidon K25
  • Povidon K25
  • Povidon K25
  • Eisen(III)-oxid
  • Magnesium stearat (pflanzlich)
  • Magnesium stearat (pflanzlich)
  • Magnesium stearat (pflanzlich)
  • Saccharose
  • Saccharose
  • Saccharose
  • Maisstärke
  • Maisstärke
  • Maisstärke
  • Lactose-1-Wasser
  • Lactose-1-Wasser
  • Lactose-1-Wasser
  • Macrogol 6000
  • Macrogol 6000
  • Macrogol 6000
  • Povidon K90
  • Povidon K90
  • Povidon K90
  • Titandioxid
  • Titandioxid
  • Titandioxid
  • Glycerol 85%
  • Glycerol 85%
  • Calciumcarbonat
  • Calciumcarbonat
  • Calciumcarbonat
  • Talkum
  • Talkum
  • Talkum
Anwendungsgebiete
- Hormonelle Empfängnisverhütung
Dosierung
  • Nehmen Sie 1 Tablette täglich für 21 Tage ein, gegebenenfalls zusammen mit etwas Wasser.
  • Die „Pille" muss jeden Tag etwa zur gleichen Zeit, in der auf der Blisterpackung angegebenen Reihenfolge an 21 aufeinander folgenden Tagen eingenommen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die Tabletten nüchtern oder zu den Mahlzeiten einnehmen.
  • Nachdem Sie alle 21 Tabletten eingenommen haben, nehmen Sie an den nächsten 7 Tagen keine Tabletten. Ihre Monatsblutung (Abbruchblutung) wird während dieser 7 Tage beginnen, normalerweise 2 - 3 Tage nach Einnahme der letzten Tablette.
  • Beginnen Sie mit der Einnahme aus der nächsten Blisterpackung am achten Tag, auch dann, wenn Ihre Blutung anhält. Dies bedeutet zum einen, dass Sie immer am gleichen Wochentag mit dem neuen Folienstreifen beginnen, und zum anderen, dass Ihre Entzugsblutung jeden Monat an den gleichen Tagen auftreten sollte.
  • Wann beginnen Sie mit der Einnahme aus dem ersten Folienstreifen?
    • Wenn Sie im vergangenen Monat noch kein hormonhaltiges Verhütungsmittel angewendet haben:
      • Beginnen Sie mit der Einnahme am ersten Tag Ihres Zyklus (d. h. am ersten Tag Ihrer Monatsblutung). Wenn Sie mit der Einnahme des Präparates an diesem Tag (dem ersten Ihrer Monatsblutung) beginnen, besteht ein sofortiger Empfängnisschutz. Sie können auch zwischen Zyklustag 2 und 5 beginnen, müssen dann aber während der ersten 7 Tage der Einnahme zusätzliche empfängnisverhütende Maßnahmen (z. B. ein Kondom) anwenden.
    • Wenn Sie von einem anderen kombinierten hormonalen Verhütungsmittel („Pille" mit zwei hormonellen Wirkstoffen) oder von einem empfängnisverhütenden Vaginalring oder einem Pflaster wechseln:
      • Sie können mit der Einnahme des Präparates vorzugsweise am Tag nach Einnahme der letzten wirkstoffhaltigen Tablette (die letzte Tablette, die Wirkstoffe enthält) Ihrer zuvor eingenommenen „Pille" bzw. am Tag nach dem Entfernen des Vaginalringes oder des Pflasters beginnen, spätestens aber am Tag nach den einnahmefreien (ring- oder pflaster-freien) Tagen Ihres Vorgängerpräparates (oder nach Einnahme der letzten wirkstofffreien Tablette Ihres Vorgängerpräparates).
    • Wenn Sie von einem Mittel, das nur ein Hormon (Gelbkörperhormon) enthält (sog. „Minipille", einem Injektionspräparat, einem Implantat oder einem gestagenfreisetzenden Intrauterinsystem („Spirale")) wechseln:
      • Sie können die „Minipille" an jedem beliebigen Tag absetzen und am nächsten Tag direkt mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Nach Umstellung von einem Implantat oder einer „Spirale" beginnen Sie mit der Einnahme des Präparates an dem Tag, an dem das Implantat oder die „Spirale" entfernt wird, nach einer Injektion zu dem Zeitpunkt, an dem normalerweise die nächste Injektion erfolgen müsste. In allen Fällen müssen Sie während der ersten 7 Tage der Tabletteneinnahme eine zusätzliche Methode zur Empfängnisverhütung anwenden (z. B. ein Kondom).
    • Wenn Sie eine Fehlgeburt oder einen Schwangerschaftsabbruch in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft hatten:
      • Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
    • Wenn Sie gerade ein Kind bekommen haben oder eine Fehlgeburt nach dem dritten Schwangerschaftsmonat hatten:
      • Beginnen Sie die Einnahme nicht früher als 21 bis 28 Tage nach der Geburt bzw. der Fehlgeburt. Wenn Sie nach dem 28. Tag mit der Einnahme beginnen, müssen Sie während der ersten 7 Einnahmetage zusätzlich eine Barrieremethode (z. B. ein Kondom) zur Empfängnisverhütung anwenden.
      • Wenn Sie nach einer Geburt bereits Geschlechtsverkehr hatten, bevor Sie mit der Einnahme des Präparates begonnen haben, müssen Sie sicher sein, dass Sie nicht schwanger sind, oder Sie müssen Ihre nächste Monatsblutung abwarten, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen.
    • Wenn Sie nach der Geburt des Kindes stillen und (wieder) mit der Einnahme des Präparates beginnen wollen:
      • Lesen Sie in der Kategorie „Schwangerschaftshinweis".
  • Wenn Sie nicht sicher sind, wann Sie beginnen können, fragen Sie Ihren Arzt.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Es liegen keine Berichte zu schwerwiegenden schädlichen Folgen nach Einnahme von zu vielen Tabletten vor.
    • Wenn Sie mehrere Tabletten auf einmal eingenommen haben, kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Bei jungen Mädchen können Blutungen aus der Scheide auftreten.
    • Wenn Sie zu viele Tabletten des Präparates eingenommen haben oder feststellen, dass ein Kind versehentlich Tabletten verschluckt hat, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie die Einnahmezeit einmalig um weniger als 12 Stunden überschritten haben, ist die empfängnisverhütende Wirkung noch gewährleistet. Sie müssen die Einnahme der vergessenen Tablette so schnell wie möglich nachholen und die folgenden Tabletten dann wieder zur gewohnten Zeit einnehmen.
    • Wenn Sie die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden überschritten haben, ist die empfängnisverhütende Wirkung nicht mehr gewährleistet. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben, desto größer ist das Risiko einer Schwangerschaft.
    • Aus diesem Grund sollten Sie die folgenden Regeln beachten:
      • Die Einnahme sollte nie für mehr als 7 Tage unterbrochen werden.
      • Erst nach 7 Tagen ununterbrochener Einnahme ist die Wirksamkeit des Arzneimittels gewährleistet.
    • Wenn Sie die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden zwischen Tag 1 und 7 überschritten haben (beachten Sie auch das Diagramm in der Gebrauchsinformation):
      • Holen Sie die Tabletteneinnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen müssen. Setzen Sie danach die Tabletteneinnahme wie gewohnt fort. Sie müssen jedoch in den nächsten 7 Tagen zusätzlich eine empfängnisverhütende Barrieremethode, z. B. ein Kondom, anwenden.
      • Wenn Sie in der Woche vor der vergessenen Einnahme Geschlechtsverkehr hatten, muss an die Möglichkeit einer Schwangerschaft gedacht werden. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben und je näher dies zur Einnahmepause passiert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft. Informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt.
    • Wenn Sie die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden zwischen Tag 8 und 14 überschritten haben (beachten Sie auch das Diagramm in der Gebrauchsinformation):
      • Holen Sie die Tabletteneinnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen müssen. Setzen Sie die Tabletteneinnahme wie gewohnt fort. Vorausgesetzt Sie haben die Tabletten in den 7 Tagen vor der vergessenen Tablette korrekt eingenommen, müssen Sie keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen anwenden. Wenn Sie jedoch diese Tabletten nicht korrekt eingenommen haben oder mehr als eine Tablette vergessen haben, müssen Sie während der nächsten 7 Tage zusätzliche empfängnisverhütende Schutzmaßnahmen (z. B. ein Kondom) anwenden.
    • Wenn Sie die Einnahmezeit um mehr als 12 Stunden zwischen Tag 15 und 21 überschritten haben (beachten Sie auch das Diagramm in der Gebrauchsinformation):
      • Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöht sich, je näher Sie der Einnahmepause sind. Allerdings kann eine Schwangerschaft immer noch durch Anpassung der Einnahme verhindert werden.
      • Wenn Sie die nachfolgenden Hinweise beachten, müssen Sie keine zusätzlichen empfängnisverhütenden Maßnahmen verwenden, vorausgesetzt, Sie haben die Tabletten in den 7 Tagen vor der vergessenen Einnahme korrekt angewendet. Wenn Sie diese Tabletten nicht korrekt eingenommen haben oder Sie mehr als eine Tablette vergessen haben, sollten Sie ausschließlich die erste der beiden nachfolgenden Möglichkeiten verwenden und zusätzliche empfängnisverhütende Schutzmaßnahmen während der nächsten 7 Tage anwenden.
        • 1. Holen Sie die Einnahme so schnell wie möglich nach, auch wenn dies bedeutet, dass Sie zwei Tabletten zur gleichen Zeit einnehmen müssen. Die folgenden Tabletten nehmen Sie dann wieder zur gewohnten Zeit ein. Anstatt danach eine 7-tägige Einnahmepause zu machen, beginnen Sie direkt mit der Einnahme aus dem nächsten Folienstreifen. Höchstwahrscheinlich kommt es erst am Ende des zweiten Folienstreifens zu einer Abbruchblutung, jedoch treten möglicherweise leichte oder menstruationsähnliche Blutungen während der Einnahme aus dem zweiten Folienstreifen auf.
        • 2. Sie können die Einnahme auch abbrechen und sofort mit der 7-tägigen Einnahmepause beginnen, wobei der Tag der vergessenen Einnahme mitgezählt werden soll, und danach mit der Einnahme aus einem neuen Folienstreifen fortfahren.
      • Wenn Sie mehr als eine Tablette vergessen haben und keine Abbruchblutung während der normalen Einnahmepause haben, muss an die Möglichkeit einer Schwangerschaft gedacht werden.

 

  • Was müssen Sie beachten, wenn Sie an Erbrechen oder schwerem Durchfall leiden?
    • Wenn Sie in den ersten 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme einer Tablette erbrechen oder wenn schwerer Durchfall auftritt, sind die Wirkstoffe der „Pille" möglicherweise noch nicht vollständig von Ihrem Körper aufgenommen worden. Diese Situation ist ähnlich wie das Vergessen einer Tablette.
    • Nach Erbrechen oder Durchfall müssen Sie so schnell wie möglich eine Tablette aus einem anderen Folienstreifen einnehmen, wenn möglich innerhalb von 12 Stunden nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt der „Pille". Wenn dies nicht möglich ist oder 12 Stunden überschritten sind, folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt „Wenn Sie die Einnahme vergessen haben".

 

  • Verschieben der Blutungstage: Was müssen Sie beachten?
    • Auch wenn es nicht empfohlen wird, können Sie Ihre Monatsblutung hinausschieben, indem Sie die Einnahmepause auslassen und direkt mit der Einnahme aus dem nächsten Folienstreifen des Präparates fortfahren und diesen bis zum Ende aufbrauchen. Während der Einnahme aus diesem zweiten Folienstreifen kann es zu leichten oder menstruationsähnlichen Blutungen kommen. Sobald Sie die Einnahme aus diesem zweiten Folienstreifen beendet haben, sollten Sie unbedingt eine 7-tägige Einnahmepause machen.
    • Sie sollten Ihren Arzt um Rat fragen, bevor Sie sich entscheiden, die Blutung zu verschieben.

 

  • Ändern des Wochentages, an dem Ihre Monatsblutung einsetzt: Was müssen Sie beachten?
    • Wenn Sie den Wochentag, an dem Ihre Periode beginnt, ändern wollen, können Sie die Einnahmepause um beliebig viele Tage verkürzen. Je kürzer die Einnahmepause ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht zu einer Abbruchblutung kommt und dass während der Einnahme aus dem folgenden Folienstreifen leichte oder menstruationsähnliche Blutungen auftreten. Verlängern Sie jedoch nie die Einnahmepause.
    • Wenn Sie sich über die Vorgehensweise nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen wollen
    • Sie können die Einnahme des Präparates zu jeder Zeit beenden. Wenn Sie nicht schwanger werden wollen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über andere sichere Verhütungsmethoden. Wenn Sie schwanger werden möchten, beenden Sie die Einnahme des Arzneimittels und warten Ihre Monatsblutung ab, bevor Sie versuchen, schwanger zu werden. So können Sie das Datum der voraussichtlichen Entbindung einfacher berechnen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Wechselwirkungen
- Zuckerkrankheit muss darauf geachtet werden, dass der Bedarf an Insulin oder blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen verändert sein kann.
- Die empfängnisverhütende Wirksamkeit kann durch die gleichzeitige Einnahme von Substanzen, die den Abbau von Hormonen im Körper beschleunigen, z.B. Schlafmittel (z.B. Barbiturate), Schmerzmittel ohne Cortison (z.B. Phenylbutazon) und Mittel gegen Epilepsie (wie Barbexaclon, Carbamazepin, Phenytoin, Primidon), beeinträchtigt werden.
- Durch Veränderung der Darmflora bei gleichzeitiger Einnahme von Antibiotika wie z.B. Ampicillin oder Tetracycline kann es zu einer beeinträchtigten Wirksamkeit kommen.
Nebenwirkungen
- Bei Zwischenblutungen ist die Einnahme fortzusetzen.
- Schmierblutungen hören meist von selbst auf.
- Sollten Zwischenblutungen nicht aufhören oder sich wiederholen, ist eine genaue ärztliche Untersuchung nötig.
- Wenn die Blutung nach Einnahme des letzten Dragees einer Packung ausbleibt, soll die Einnahme bis zum sicheren Ausschluss einer Schwangerschaft nicht fortgesetzt werden.
- Nach Absetzen des Arzneimittels kann es gelegentlich längere Zeit dauern, bis wieder ein normaler Zyklus abläuft.
- Blutgerinnselbildung
- Spannungsgefühl in den Brüsten
- Beeinflussung des Körpergewichtes
- Depressionen
- Veränderungen des Geschlechtstriebes
- Magenbeschwerden
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Schlechtere Verträglichkeit von Kontaktlinsen
- Gelblich braune Flecken an Wange, Stirn und Kinn (Chloasma)
- Erhöhung des Risikos von Pilzinfektionen der Scheide
Sonstige Hinweise
Jugendliche:
- Auch sehr junge Frauen, selbst wenn noch keine regelmäßige Monatsblutung abläuft, können niedrig konzentrierte Dragees zur Empfängnisverhütung einnehmen.

- Während der siebentägigen Einnahmepause kommt es, etwa 2 - 4 Tage nach Einnahme des letzten Dragees, zu einer Blutung, die ähnlich einer normalen Monatsblutung ist.
- Bei Erbrechen und/oder Durchfall ist die Einnahme aus der angebrochenen Packung in jedem Fall fortzusetzen, um eine vorzeitige Blutung zu vermeiden. Zusätzlich sollten andere, nichthormonale Methoden der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode) durchgeführt werden.

- Vor der Einnahme eine frauenärztliche Untersuchung (einschließlich der Brust und eines Scheidenabstrichs) durchführen lassen, um vor allem eine Schwangerschaft auszuschließen.
- Während einer Einnahme sollten in etwa halbjährlichen Abständen frauenärztliche Untersuchungen durchgeführt werden.
- Bei Asthma, Migräne und schweren Herz- oder Nierenfunktionsstörungen ist wegen einer möglichen Flüssigkeitsansammlung bei Einnahme des Arzneimittels eine besonders sorgfältige ärztliche Kontrolle nötig.
- Der Brustkrebs gehört zu den hormonabhängigen Tumoren.
- Für die Entstehung von Brustkrebs sind seit langem Risikofaktoren wie z.B. späte Menopause (nach dem 52. Lebensjahr), keine Schwangerschaft, Zyklen ohne Eisprung etc. bekannt.
- Östrogene und Gestagene haben einen Einfluss auf das Wachstum von Brustkrebszellen.
- Wie bei allen hormonellen Empfängnisverhütungsmitteln kann es zu Einnahmefehlern kommen, so dass eine hundertprozentige Wirksamkeit nicht erwartet werden kann.
- Bei Raucherinnen, die hormonhaltige Arzneimittel zur Schwangerschaftsverhütung anwenden, besteht ein zusätzlich erhöhtes Risiko an Gefäßveränderungen (z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall) zu erkranken. Das Risiko nimmt mit zunehmendem Alter und steigendem Zigarettenkonsum zu.
- Insbesondere Frauen, die älter als 30 sind, sollen deshalb nicht rauchen, wenn sie hormonhaltige Arzneimittel zur Verhütung einer Schwangerschaft einnehmen. Wenn auf das Rauchen nicht verzichtet wird, sollen andere Verhütungsmethoden angewendet werden.

- Die Einnahme hormonaler Empfängnisverhütungsmitteln birgt ein erhöhtes Risiko für Blutgerinnseln.
- Untersuchungen wiesen darauf hin, dass es weniger häufig zur Blutgerinnselbildung bei Einnahme von Verhütungsmitteln mit niedrigem Östrogengehalt (0,05 mg oder weniger) kommt.
Patientenhinweise
- Die Einnahmedauer ist im Grunde nicht begrenzt.
Gegenanzeigen
Gegen alle Arzneimittel können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann müssen Sie das Medikament sofort absetzen. Wenn schon eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt ist, darf es nicht angewendet werden.

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden bei:
- Akuten und chronisch fortschreitenden Lebererkrankungen
- Störungen in der Galleausscheidung
- Galleabflussstörungen
- Lebertumoren
- Blutgerinnseln (Verschluss der Lungenstrombahn durch ein verschlepptes Blutgerinnsel (Lungenembolie), Schlaganfall, Herzinfarkt, Blutgerinnsel in den Beinvenen)
- Behandlungsbedürftigem Bluthochdruck
- Schwerer Zuckerkrankheit mit Gefäßveränderungen (Mikroangiopathie)
- Schweren Fettstoffwechselstörungen
- Bestimmten bösartigen Tumoren (z.B. der Brust, des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutterschleimhaut), auch nach Behandlung bzw. bei Verdacht darauf
- Verstärkter Bildung von Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie)
- Juckender, Blasen bildende Hauterkrankung während einer Schwangerschaft (Herpes gestationis)
- Langsam fortschreitender Erkrankung des Innenohres mit Hörverlust (Otosklerose)
- Schwerer Fettsucht

- Migräne, die mit Empfindungs-, Wahrnehmungs- und/oder Bewegungsstörungen einhergeht
- Genitalblutungen unbekannter Ursache

Gründe für das sofortige Absetzen:
- Schwangerschaft
- Erste Anzeichen von Gerinnselbildung und Entzündung einer oberflächlichen Vene (Thrombophlebitis)
- Geplante Operationen (6 Wochen vorher) und für die Dauer der Ruhigstellung, beispielsweise nach Unfällen (z.B. Gipsverband)
- Erstmalig migräneartige oder gehäuft ungewohnt starke Kopfschmerzen
- Akute Ausfälle der Sinneswahrnehmung (Seh-, Hörstörungen u.ä.)
- Bewegungsstörungen (insbesondere Lähmungen)
- Starke Oberbauchbeschwerden, Lebervergrößerung oder Anzeichen einer Blutung in den Bauchraum
- Blutdruckanstieg auf ständige Werte über 140/90 mmHg
- Gelbsucht, Leberentzündung, Juckreiz, Gallestau sowie auffällige Leberfunktionswerte
- Zunahme epileptischer Anfälle
- Neu- oder Wiederauftreten einer Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffes (Porphyrie)
- Akute Entgleisung einer Zuckerkrankheit

Zustände, die einer ärztlichen Überwachung erfordern:
- Migräne
- Epilepsie
- Venenentzündungen
- Entzündliche Erkrankung des Nervensystems mit langsam fortschreitender Zerstörung der Nervenhüllen (Multiple Sklerose)
- Bewegungsstörung als Spätfolge einer bakteriellen Infektion (Chorea minor)
- Wundstarrkrampf
- Zuckerkrankheit
- Vorausgegangene Lebererkrankungen
- Fettstoffwechselstörungen
- Erhebliches Übergewicht
- Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose)
- Gutartige Knotenbildung in der Brust (Mastopathie)
- Frauen über 40 Jahren
Schwangerschaft und Stillzeit
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!

- Vor Einnahme des Arzneimittels muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen sein.
- Tritt eine Schwangerschaft ein, ist das Arzneimittel sofort abzusetzen.
- Die vorausgegangene Einnahme des Arzneimittels ist kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch.
- Bei Einnahme während der Stillzeit kann die Milchproduktion vermindert sein.
- Geringste Wirkstoffmengen gehen in die Milch über.
Anwendung
- Einnahmebeginn: 1. Tag einer Monatsblutung
- 21 Tage lang Dragees in der angegebenen Reihenfolge (zuerst die 6 hellbraunen, danach die 5 weißen und die 10 ockerfarbigen Dragees) einnehmen.
- Danach Einnahmepause von 7 Tagen
- Dann Wiederbeginn mit dem nächsten Folienstreifen

Nach Entbindung oder Fehlgeburt:
- Nach einer Entbindung (oder Fehlgeburt) sollte das Arzneimittel normalerweise frühestens nach dem ersten zweiphasigen Zyklus eingenommen werden. Die Phase nach einer Entbindung oder Fehlgeburt bis zur ersten Spontanblutung ist häufig ohne Eisprung und der sich danach anschließende Zyklus, infolge eines vorzeitigen Eisprungs, oft verkürzt. Falls das Arzneimittel bereits mit dem Einsetzen der ersten Blutung eingenommen wird, besteht in den ersten zwei Wochen u.U. kein sicherer Verhütungsschutz, weil es möglicherweise nicht mehr gelingt, diesen Eisprung zu unterdrücken.

Unregelmäßige Einnahme:
- Wenn die Einnahme eines Dragees zur gewohnten Zeit vergessen wurde, muss sie innerhalb von 12 Stunden nachgeholt werden.
- Bei einem Zeitabstand von mehr als 36 Stunden zum letzten Dragee ist der Verhütungsschutz nicht mehr zuverlässig. Dennoch soll die Einnahme aus der angebrochenen Packung fortgesetzt werden, um eine vorzeitige Blutung zu vermeiden.
- Die vergessenen Dragees sind dabei auszulassen und auch anschließend nicht mehr einzunehmen.
- Zusätzlich empfehlen sich während dieser Zeit andere, nichthormonale Methoden der Empfängnisverhütung (mit Ausnahme der Kalendermethode nach Knaus-Ogino und der Temperaturmethode).
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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