ratiopharm GmbH

METOPROLOL ratiopharm Succinat 95 mg Retardtabl.

PZN 0089655
METOPROLOL ratiopharm Succinat 95 mg Retardtabl.
PZN 0089661
METOPROLOL ratiopharm Succinat 95 mg Retardtabl.
PZN 0089649
METOPROLOL ratiopharm Succinat 95 mg Retardtabl.
Rezeptpflichtig
Rezepttyp:
Kassenrezept
Packungsgröße:
50 St / N2
PZN 0089655
UVP/AVP1 14,70 €
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Produktdetails
Zusammensetzung
1 Tabl. enthält
Wirkstoffe
  • 95 mg Metoprolol succinat
Hilfsstoffe
  • Magnesium stearat
  • Hypromellose
  • Poly(ethylacrylat-co-methylmethacrylat) (2:1)
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Glucose
  • Saccharose höchstens
  • Maisstärke
  • Macrogol 6000
  • Povidon K90
  • Titandioxid
  • Talkum
Anwendungsgebiete

- bei Bluthochdruck (Hypertonie)
- bei koronarer Herzkrankheit (Angina pectoris)
- bei schnellen Formen der Herzrhythmusstörungen (tachykarde Arrhythmien), insbesondere wenn diese von den Vorhöfen ausgehen (supraventrikuläre Tachykardie)
- zur Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt
- bei funktionellen Herz-Kreislauf-Beschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom)
- zur vorbeugenden Behandlung der Migräne
- bei stabiler chronischer gering bis mäßig ausgeprägter Herzmuskelschwäche mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion (linksventrikuläre Auswurfrate kleiner/gleich 40%).

Es wird zusätzlich zur üblichen Standardtherapie mit Angiotensin-Conversions-Enzym-(ACE)-Hemmern und harntreibenden Arzneimitteln und bei Bedarf mit Herzglykosiden angewendet.

Dosierung
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis beträgt
    • Erwachsene
      • Bluthochdruck
        • Empfohlene Dosis, jeweils 1-mal täglich
          • ½ Retardtablette zu 95 mg
        • wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie folgt erhöht werden:
          • maximale Dosis 2 Retardtabletten zu je 95 mg oder zusätzliche Gabe eines weiteren Blutdruckmittels
      • Durchblutunsstörungen in den Herzkranzgefäßen (koronare Herzerkrankung, Angina pectoris)
        • Empfohlene Dosis, jeweils 1-mal täglich
          • ½ bis 2 Retardtabletten zu je 95 mg
        • wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie folgt erhöht werden:
          • maximale Dosis 2 Retardtabletten zu je 95 mg oder zusätzliche Gabe eines weiteren Blutdruckmittels
      • Schnelle Formen der Herzrhythmusstörungen
        • Empfohlene Dosis, jeweils 1-mal täglich
          • ½ bis 2 Retardtabletten zu je 95 mg
        • wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie folgt erhöht werden:
          • maximale Dosis 2 Retardtabletten zu je 95 mg
      • Funktionelle Herzkreislaufbeschwerden
        • Empfohlene Dosis, jeweils 1-mal täglich
          • ½ bis 2 Retardtabletten zu je 95 mg
        • wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie folgt erhöht werden:
          • maximale Dosis 2 Retardtabletten zu je 95 mg
      • Erhaltungstherapie nach Herzinfarkt
        • Empfohlene Dosis, jeweils 1-mal täglich
          • 1 bis 2 Retardtabletten zu je 95 mg
        • wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie folgt erhöht werden:
          • maximale Dosis 2 Retardtabletten zu je 95 mg
      • Vorbeugende Behandlung der Migräne
        • Empfohlene Dosis, jeweils 1-mal täglich
          • 1 Retardtablette zu 95 mg
        • wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie folgt erhöht werden:
          • maximale Dosis 2 Retardtabletten zu je 95 mg
      • Behandlung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) NYHA-Klasse II Der behandelnde Arzt sollte Erfahrung in der Behandlung einer stabilen symptomatischen Herzmuskelschwäche haben.
        • Empfohlene Dosis, jeweils 1-mal täglich
          • Anfangsdosis: während der ersten zwei Wochen 1-mal täglich 23,75 mg* Für den Beginn der Behandlung dieser Beschwerde stehen andere Wirkstärken zur Verfügung. Nach jeder Dosiserhöhung sollte der Zustand des Patienten sorgfältig überwacht werden!
        • wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie folgt erhöht werden:
          • ab der 3. Woche: ½ Retardtablette zu 95 mg. Die Dosis wird dann jede zweite Woche auf bis zu maximal 2 Retardtabletten zu je 95 mg (entsprechend 190 mg Metoprololsuccinat) oder bis zur höchsten vom Patienten vertragenen Dosis verdoppelt. 190 mg Metoprololsuccinat ist auch die empfohlene Dosierung für eine Langzeitbehandlung der Herzmuskelschwäche.
      • Behandlung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) NYHA-Klasse III
        • Empfohlene Dosis, jeweils 1-mal täglich
          • Anfangsdosis: Während der ersten Woche 11,88 mg* Metoprololsuccinat.
        • wenn nötig, kann die tägliche Dosis wie folgt erhöht werden:
          • Die Dosis kann während der zweiten Woche auf 1-mal täglich 23,75 mg* erhöht werden.
      • * Hierfür stehen Retardtabletten mit geeigneter Wirkstoffstärke zur Verfügung.
  • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    • Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
  • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
    • Bei Patienten mit schwerwiegender Einschränkung der Leberfunktion, z. B. Patienten mit einer künstlichen Venenverbindung zur Druckentlastung (portokavaler Shunt), kann eine Dosisreduktion notwendig sein.
  • Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen
    • Bluthochdruck
      • Die Dosis zur Behandlung von Bluthochdruck bei Kindern ab 6 Jahren und Jugendlichen richtet sich nach dem Körpergewicht Ihres Kindes bzw. des Jugendlichen. Ihr Arzt wird die richtige Dosis berechnen.
      • Die übliche Anfangsdosis beträgt einmal täglich 0,48 mg pro kg Körpergewicht, wobei 47,5 mg Metoprololsuccinat nicht überschritten werden dürfen. Mit Hilfe der unterschiedlichen Dosisstärken soll die Zieldosis so nah wie möglich erreicht werden. In Abhängigkeit vom Ansprechen des Blutdrucks wird Ihr Arzt die Dosis auf 1,9 mg pro kg Körpergewicht steigern. Dosen über 190 mg einmal täglich wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht.
      • Das Arzneimittel wird nicht bei Kindern unter 6 Jahre empfohlen.
  • Ältere Menschen über 80 Jahre
    • Es liegen nicht genügend Erfahrungen zur Anwendung von Metoprolol bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit besonderer Vorsicht erfolgen.

 

  • Dauer der Behandlung
    • Die Dauer der Behandlung legt der behandelnde Arzt fest.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben als Sie sollten,
    • wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder einen Notarzt. Dieser kann entsprechend der eingenommenen Tablettenmenge über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden.
    • Halten Sie die Packung des Arzneimittels bereit, damit der Arzt weiß, welchen Wirkstoff Sie eingenommen haben und die entsprechenden Maßnahmen einleiten kann.
    • In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich: schwerer Blutdruckabfall, niedriger Puls, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelschwäche, Kreislaufversagen, Herzstillstand, Verengung/Verkrampfung der Atemmuskulatur, Bewusstlosigkeit (bis zum Koma), Übelkeit, Erbrechen und blau-rot gefärbte Haut und Schleimhäute (Zyanose).
    • Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol oder gleichzeitiger Einnahme von blutdrucksenkenden Arzneimitteln, Chinidin (ein Mittel gegen Herzrhythmusstörungen) oder Barbituraten (Beruhigungsmittel) können die Symptome verschlimmert werden.
    • Die ersten Anzeichen einer Überdosierung treten 20 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme des Arzneimittels auf.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Einnahme wie verordnet fort.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Falls Sie die Behandlung unterbrechen oder vorzeitig beenden wollen, wenden Sie sich bitte an den behandelnden Arzt.
    • Die Behandlung mit Beta-Rezeptorenblockern darf nicht abrupt abgesetzt werden. Wenn die Behandlung beendet werden soll, so sollte dies wann immer möglich über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen ausschleichend erfolgen, indem die Dosis schrittweise um die Hälfte reduziert wird, bis die niedrigste Dosis von einer ½ Retardtablette 23,75 mg (entsprechend 11,88 mg Metoprololsuccinat) erreicht worden ist. Diese letzte Dosierung sollte vor der vollständigen Beendigung der Behandlung mindestens vier Tage angewendet werden. Falls Sie Beschwerden haben, sollte die Dosis langsamer verringert werden.
    • Ein abruptes Absetzen von Beta-Rezeptorenblockern kann zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen und das Risiko eines Herzinfarkts und plötzlichen Herztodes erhöhen.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Wechselwirkungen

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

- Wechselwirkungen, die auf die Wirkungsweise zurückzuführen sind

  • Wenn Sie Arzneistoffe mit einer hemmenden Wirkung auf einen Teil des vegetativen Nervensystems (sympathischeGanglienblocker) in Kombination mit anderen Betarezeptorenblockern (z. B. Augentropfen) oder MAO-Hemmstoffen (bestimmte Arzneimittel gegen Depression) anwenden, sollte Ihr Krankheitsbild vom Arzt sorgfältig überwacht werden.
  • Wenn bei Ihnen eine gleichzeitige Behandlung mit Clonidin beendet werden muss, sollte der Betarezeptorenblocker einige Tage früher abgesetzt werden.
  • Wenn bei Ihnen das Arzneimittel zusammen mit Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp oder Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) angewendet wird, sollten Sie ärztlich hinsichtlich einer negativen Wirkung auf die Herzkraft und die Herzschlagfolge überwacht werden. Calciumantagonisten vom Verapamiltyp sollten Ihnen, wenn Sie Betarezeptorenblocker erhalten, nicht intravenös gegeben werden.
  • Klasse I Antiarrhythmika (bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen) und Betarezeptorenblocker haben eine die Schlagkraft des Herzens verringernde Wirkung, die zu schwerwiegenden Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislauf-System bei Patienten mit verminderter Funktion der linken Herzkammer führen kann. Die Kombination darf bei Patienten mit Erregungsleitungsstörungen im Herzen (Sick Sinus Syndrom und AV-Überleitungsstörungen II und III) nicht angewendet werden. Die Wechselwirkung wurde besonders für Disopyramid beschrieben.
  • Bei der Einnahme von Betarezeptorenblockern wird durch Narkosemittel zur Inhalation die pulsverlangsamende Wirkung von Betarezeptorenblockern verstärkt.
  • Das Arzneimittel kann die Wirkung von gleichzeitig eingenommenen blutdrucksenkenden Arzneimitteln verstärken.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung des Arzneimittels und Noradrenalin, Adrenalin (das sind, auch im Körper natürlich vorkommende Botenstoffe, die anregend auf das Herz- Kreislaufsystem wirken und somit den Blutdruck steigern) oder anderen Arzneimitteln, die die Wirkung des Sympathikus nachahmen (Sympathomimetika), kann der Blutdruck erheblich ansteigen.
  • Bei gleichzeitiger Anwendung des Arzneimittels und Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin und
    Herzglykosiden kann der Puls stark abnehmen und es kann zu einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen.
  • Wenn Sie gleichzeitig mit anderen Betarezeptorenblockern (z. B. in Augentropfen, die den Wirkstoff Timolol enthalten) behandelt werden, müssen Sie ärztlich eng überwacht werden.
  • Das Arzneimittel kann die Beschwerden hinsichtlich eines erniedrigten Blutzuckerspiegels, insbesondere eine Pulsbeschleunigung (Tachykardie), abschwächen, was zur Folge haben kann, dass eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) nicht erkannt wird.
  • Betarezeptorenblocker können die Freisetzung von Insulin bei Typ II Diabetikern hemmen. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerspiegel ist erforderlich und die blutzuckersenkende Therapie (Insulin und orale Antidiabetika) sollte entsprechend angepasst werden.
  • Wenn Sie gleichzeitig entzündungshemmende Arzneimittel (z. B. Indometacin oder andere Hemmer der Prostaglandinsynthese) anwenden, kann die blutdrucksenkende Wirkung von Betarezeptorenblockern vermindert sein.
  • Wird Ihnen unter bestimmten Umständen Adrenalin gegeben, hat ein kardioselektiver Betarezeptorenblocker eine deutlich geringere Auswirkung auf die Blutdruckkontrolle als nicht-selektive Betarezeptorenblocker.
  • Bei Patienten, die Betarezeptorenblocker anwenden, kann die Wirkung von Adrenalin bei der Behandlung von Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) beeinträchtigt werden

- Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Verstoffwechselung des Arzneimittels

  • Arzneimittel, die körpereigene Enzyme die die Verstoffwechselung u. a. von Arzneimitteln bewirken, anregen oder diese hemmen, können den Blutspiegel und somit die Wirkung von Metoprolol beeinflussen.
  • Rifampicin senkt die Blutspiegel von Metoprolol und Cimetidin, Alkohol, Hydralazin können die
    Blutspiegel von Metoprolol erhöhen.
  • Substanzen mit einem hemmenden Effekt auf das Leberenzym Cytochrom 2D6 wie z. B. selektive Serotoninwiederaufnahme-Hemmstoffe wie Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin, sowie Diphenhydramin, Hydroxychloroquin, Celecoxib, Terbinafin, Neuroleptika (z. B. Chlorpromazin, Triflupromazin, Chlorprothixen)und möglicherweise Propafenon können die Konzentrationen von Metoprolol im Blut erhöhen.
  • Für die Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika) Amiodaron und Chinidin wird ebenso eine hemmende Wirkung auf dieses Leberenzym berichtet.
  • Die Ausscheidung anderer Arzneimittel kann durch Metoprolol vermindert werden (z.B. Lidocain)
Nebenwirkungen

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems

  • Sehr selten: Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)

- Hormonelle (Endokrine) Erkrankungen

  • Selten: Verschlimmerung einer Zuckerkrankheit, die ohne die typischen Merkmale einhergeht (latenter Diabetes mellitus)

- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

  • Gelegentlich: Gewichtszunahme

- Psychiatrische Erkrankungen

  • Gelegentlich: Depression, Konzentrationsstörungen, Benommenheit oder Schlaflosigkeit, Alpträume
  • Selten: Nervosität, Spannung
  • Sehr selten: Vergesslichkeit oder Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit, Halluzinationen,Persönlichkeitsveränderungen (z. B. Veränderung der Stimmung)

- Erkrankungen des Nervensystems

  • Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen
  • Gelegentlich: Missempfindungen (Parästhesien)

- Augenerkrankungen

  • Selten: Sehstörungen, trockene oder gereizte Augen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

- Erkrankungen des Ohrs und Labyrinths

  • Sehr selten: Ohrgeräusche (Tinnitus), Hörstörungen

- Herzerkrankungen

  • Häufig: verlangsamter Puls (Bradykardie), Gleichgewichtsstörungen (sehr selten mit Bewusstlosigkeit), Herzklopfen (Palpitationen)
  • Gelegentlich: vorübergehende Verschlechterung der Beschwerden der Herzmuskelschwäche, Überleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammer ersten Grades (AV-Block 1. Grades), Schmerzen in der Herzgegend (Präkardialschmerz)
  • Selten: funktionelle Herzbeschwerden, Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien), Überleitungsstörungen Gefäßerkrankungen
  • Sehr häufig: Ausgeprägter Blutdruckabfall, auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen, sehr selten mit Bewusstlosigkeit
  • Häufig: kalte Hände und Füße
  • Sehr selten: Absterben von Gewebe (Nekrose) bei Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen vor der Behandlung, Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit intermittierendem Hinken (Claudicatio intermittens) oder mit Gefäßkrämpfen im Bereich der Zehen und Finger (Raynaud-Syndrom)

- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums

  • Häufig: Atemnot bei Anstrengung
  • Gelegentlich: Atemwegsverkrampfungen (Bronchospasmen)
  • Selten: Schnupfen

- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts

  • Häufig: Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung
  • Gelegentlich: Erbrechen
  • Selten: Mundtrockenheit
  • Sehr selten: Geschmacksstörungen

- Leber- und Gallenerkrankungen:

  • Selten: abweichende Werte bei Leberfunktionstests
  • Sehr selten: Leberentzündung

- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

  • Gelegentlich: Hautausschlag (psoriasiforme Urtikaria und dystrophe Hautläsionen), vermehrtes Schwitzen
  • Selten: Haarausfall
  • Sehr selten: Lichtempfindlichkeit, Verschlimmerung einer Schuppenflechte (Psoriasis), Neuauftreten einer Schuppenflechte, schuppenflechte-ähnliche Hautveränderungen

- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen

  • Gelegentlich: Muskelkrämpfe
  • Sehr selten: Gelenkschmerzen, Muskelschwäche

- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse

  • Selten: Impotenz und andere Sexualstörungen, bindegewebige Verhärtung der Schwellkörper des Penis (Induratio penis plastica)

- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

  • Sehr häufig: Müdigkeit
  • Gelegentlich: Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)

Gegenmaßnahmen
Sollten bei Ihnen Nebenwirkungen aufgetreten sein, wird Ihr Arzt Ihnen eventuelle Gegenmaßnahmen empfehlen oder gegebenenfalls die Behandlung abbrechen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn einer der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind

Patientenhinweise

- wenn Sie an Asthma leiden: Beta-Rezeptorenblocker müssen mit Vorsicht angewendet werden.Wenn ein Asthmatiker bei Behandlungsbeginn mit Metoprolol einen beta2-Agonisten zur Behandlung seines Asthmas (in Form von Tabletten oder als Inhalation) einnimmt oder anwendet, sollte die Dosis des beta2-Agonisten überprüft und unter Umständen erhöht werden. Das Arzneimittel hat eine geringere Wirkung auf beta2-Rezeptoren als konventionelle Tablettenformen (die im Gegensatz zu den Retardtabletten keine verzögerte Freisetzung von Metoprolol bewirken) von selektiven beta1-Rezeptorenblockern.
- wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden: Metoprolol kann die eingestellte Behandlung beeinflussen und die Symptome eines erniedrigten Blutzuckers maskieren. Das Risiko einer Beeinflussung des Zuckerhaushalts oder Maskierung der Symptome eines erniedrigten Blutzuckers ist geringer bei Anwendung des Arzneimittels als bei konventionellen Tablettenformen von selektiven beta1-Rezeptorenblockern und deutlich geringer als bei Anwendung von nicht-selektiven Rezeptorenblockern.
- wenn Sie Erregungsleitungsstörungen von den Herzvorhöfen auf die -kammern haben (AV-Block I. Grades): Während einer Metoprolol-Behandlung können diese gelegentlich verschlechtert werden (eine Erregungsleitungsblockierung von den Vorhöfen auf die Herzkammern ist möglich).
- wenn Sie an peripheren (z. B. in den Händen, Armen oder Beinen) Durchblutungsstörungen leiden: Metoprolol kann wegen seiner blutdrucksenkenden Wirkung die Beschwerden verstärken.
- bei Patienten mit einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom): vorher und gleichzeitig sollte ein Alpharezeptorenblocker angewendet werden.
- wenn Sie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) aufweisen: die Symptome können verschleiert werden.
- wenn Sie operiert werden: vor einer Operation sollten Sie den Narkosearzt über die Einnahme des Arzneimittels informieren. Ein Absetzen der Betarezeptorenblocker für die Dauer der Operation wird nicht empfohlen.

Derzeit liegen noch keine ausreichenden Therapieerfahrungen mit dem Arzneimittel bei Patienten mit Herzmuskelschwäche und folgenden Begleitumständen vor:
- instabile Herzleistungsschwäche der NYHA-Klasse IV
- akuter Herzinfarkt oder instabile Angina pectoris in den letzten 28 Tagen
- Nierenfunktionsstörungen
- Leberfunktionsstörungen
- Patienten über 80 Jahre
- Patienten unter 40 Jahre
- hämodynamisch relevante Herzklappenerkrankungen
- obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie (Herzerkrankung, die mit einer Ausflussstörung einhergeht)
- nach oder bei geplanten operativen Eingriffen am Herzen innerhalb von vier Monaten vor Behandlungsbeginn mit dem Arzneimittel.

- Die Behandlung mit Betarezeptorenblockern sollte nicht abrupt abgesetzt werden. Wenn die Behandlung beendet werden soll, so sollte dies wann immer möglich über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen ausschleichend erfolgen, indem die Dosis schrittweise um die Hälfte reduziert wird, bis die niedrigste Dosis von einer ½ Retardtablette 23,75 mg (entsprechend 11,88 mg Metoprololsuccinat) erreicht worden ist. Diese letzte Dosierung sollte vor der vollständigen Beendigung der Behandlung mindestens vier Tage angewendet werden. Falls der Patient Symptome entwickelt, sollte die Dosis langsamer reduziert werden. Eine abrupte Beendigung von Betarezeptorenblockern kann zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz führen und das Risiko eines Herzinfarkts und plötzlichen Herztodes erhöhen.

- Wie andere Betarezeptorenblocker kann auch Metoprolol sowohl die Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden
Stoffen (Allergenen) als auch die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen. Eine Therapie mit Adrenalin führt bei einzelnen Patienten die mit Betarezeptorenblockern behandelt werden, nicht immer zu dem gewünschten therapeutischen Effekt.

- Betarezeptorenblocker können eine Schuppenflechte (Psoriasis) verschlechtern oder ihre Entwicklung verursachen.

- Kinder und Jugendliche
Es gibt wenig Therapieerfahrungen mit Metoprolol bei Kindern und Jugendlichen.

- Ältere Menschen
Es liegen keine Untersuchungen bei Patienten über 80 Jahren vor. Die Dosissteigerung sollte bei diesen Patienten daher mit Vorsicht erfolgen.

- Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen. Eine missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels zu Dopingzwecken kann zu einer Gefährdung der Gesundheit führen.

- Die dämpfenden Wirkungen des Arzneimittels und Alkohol können sich gegenseitig verstärken. Während der Anwendung des Arzneimittels sollten Sie möglichst keinen Alkohol trinken.

- Während der Behandlung mit dem Arzneimittel können Schwindel und Müdigkeit auftreten. Dadurch kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme im Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei gleichzeitigem Alkoholgenuss, sowie bei einem Präparatewechsel.

- Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Gegenanzeigen

- wenn Sie überempfindlich gegen Metoprololsuccinat oder andere Beta-Rezeptorenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile sind
- wenn Sie Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern (AV-Block II. und III. Grades) aufweisen
- wenn Ihre Herzmuskelschwäche unbehandelt ist (Wasseransammlung in der Lunge, Minderdurchblutung oder krankhaft niedriger Blutdruck) oder diese dauernd oder in Abständen mit Arzneimitteln behandelt wird, die die Pumpleistung des Herzens erhöhen (Betarezeptoren-Agonismus)
- wenn bei Ihnen eine vom Sinusknoten ausgehende verlangsamte Herzschlagfolge (Pulsschlag < 50 Schläge/Minute) vorliegt und diese manifest und klinisch bedeutsam ist
- wenn Sie an einem erkrankten Sinusknoten im Herzen (Sick-Sinus-Syndrom) leiden
- wenn Sie einen hauptsächlich durch Versagen der Herzfunktion bedingten Schock (kardiogener Schock) haben
- wenn Sie an einer schweren peripheren arteriellen Durchblutungsstörung leiden
- wenn Sie unter einem krankhaft niedrigen Blutdruck (Hypotonie, systolisch kleiner als 90 mmHg) leiden
- wenn Sie eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes aufweisen (metabolische Azidose)
- wenn Sie unter einer schweren Form von Bronchialasthma oder einer chronischen, die Lunge verengenden Lungenkrankheit (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) leiden
- wenn Sie gleichzeitig mit MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) behandelt werden
- bei Verdacht auf einen Herzinfarkt und einem Puls von weniger als 45 Schlägen/Minute, einem PQ-Intervall > 0,24 Sekunden oder einem oberen Blutdruckwert (systolischer Blutdruck) < 100 mmHg.
- das Arzneimittel darf außerdem nicht eingenommen werden, wenn Sie an einer Herzmuskelschwäche leiden und wiederholt einen erniedrigten oberen Blutdruckwert (systolischer Blutdruck) von unter 100 mmHg haben (erneute Untersuchung vor Behandlungsbeginn notwendig).
- Die intravenöse Gabe von Calciumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ oder anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika, wie Disopyramid) bei Patienten, die mit Metoprolol behandelt werden, darf nicht erfolgen (Ausnahme Intensivmedizin).

Schwangerschaft und Stillzeit


Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Schwangerschaft
Metoprolol darf nur bei strenger Indikationsstellung und nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko Abwägung des behandelten Arztes angewendet werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Metoprolol die Durchblutung der Plazenta vermindert, und so zu Wachstumsstörungen des Fetus führen kann. Die Therapie mit Metoprolol sollte 48-72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden. Ist dies nicht möglich, sollte das Neugeborene 48-72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Stillzeit
Metoprolol wird in der Muttermilch angereichert. Obwohl nach therapeutischen Dosierungen nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen ist, sollten Säuglinge auf Anzeichen einer Arzneimittelwirkung überwacht werden.

Anwendung

- Zum Einnehmen

- Die Retardtabletten sollten einmal täglich genommen werden, vorzugsweise mit dem Frühstück.

- Die Retardtabletten sollten als Ganzes geschluckt oder geteilt werden, jedoch ohne sie zu kauen oder zu zerkleinern.

- Sie sollten mit Wasser eingenommen werden (mindestens ½ Glas).

Beipackzettel
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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