UCB Pharma GmbH

ferro sanol® Tropfen

PZN 0379086
ferro sanol® Tropfen
Abbildung ähnlich
Rezepttyp:
Ohne Rezept
Packungsgröße:
30 ml / N1
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Produktdetails
Allgemeine Informationen

flüssiges Eisen zur leichteren Einnahme bei Eisenmangel

1 ml (ca. 20 Tropfen) enthält 30 mg Eisen

Wirkstoff:
Eisen(II)-glycin-sulfat-Komplex.

Anwendungsgebiete:
Eisenmangel, insbesondere Eisenmangel-Anämie.

 

Zusammensetzung
1ml Tropfen enthält
Wirkstoffe
  • 170 mg Eisen(II)-glycin-sulfat-Komplex
Hilfsstoffe
  • Schwefelsäure
  • Saccharin natrium
  • Orangen-Aroma, natürlich, 9/81140, Dragoco
  • Wasser, gereinigtes
  • Sorbitol-Lösung 70% (kristallisierend)
Anwendungsgebiete

Das Arzneimittel ist ein orales Eisenpräparat gegen Eisenmangel.
Anwendungsgebiete:
Zur Behandlung von Eisenmangel und Eisenmangelanämie

Dosierung
  • Nehmen Sie die Tropfen immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
    • bei Erwachsenen: Zu Beginn der Behandlung 4- bis 6-mal täglich 35 Tropfen 1 bis 2 Wochen lang, danach 1- bis 2-mal täglich 35 Tropfen.
    • bei Säuglingen und Kleinkindern (mit mindestens 2 kg Körpergewicht): Die Tropfen werden nach Körpergewicht dosiert. Die niedrige Dosis in den einzelnen Gewichtsklassen wird für die Nüchterneinnahme empfohlen. Die hohe Dosis sollte bei einer Nicht-Nüchterneinnahme eingehalten werden.
      • bei 2 kg Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 2 Tropfen
      • bei 3 kg Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 3 Tropfen
      • bei 4 kg Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 4 Tropfen
      • bei 5 kg Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 5 Tropfen
      • bei 10 kg und höherem Körpergewicht täglich 2- bis 4-mal 10 Tropfen
  • Ältere Patienten
    • Es liegen keine klinischen Daten, dass bei älteren Patienten eine Dosisanpassung erforderlich ist, vor.
  • Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
    • Es liegen keine klinischen Daten, dass bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen eine Dosisanpassung erforderlich ist, vor.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Tropfen dürfen bei Säuglingen und Kindern mit einem Körpergewicht von weniger als 2 kg nicht angewendet werden
Wechselwirkungen

Bei Einnahme des Arzneimittels mit anderen Arzneimitteln:

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/ anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Verstärkung der Wirkung und möglicherweise Verstärkung von Nebenwirkungen
- Schmerz- und Rheumamittel (z.B. Salicylate und Phenylbutazon): können eine schleimhautreizende Wirkung im Magen-Darm-Trakt des Arzneimittels verstärken.

Abschwächung der Wirkung
- Tetracycline (bestimmte Antibiotika) oder Bisphosphonate (Arzneimittel zur Behandlung der Osteoporose): sowohl die Resorption von Eisen als auch die der Tetracycline bzw. Bisphosphonate wird vermindert.
- Colestyramin oder Ca2+-, Mg2+-, Al3+-haltige Arzneimittel (z.B. Antazida, Calcium- und Magnesiumsalze zur Substitution): hemmen die Eisenresorption.
- Penicillamin, orale Goldverbindungen, L-Methyldopa, Levodopa und L-Thyroxin: werden bei gleichzeitiger Verabreichung von Eisen schlechter resorbiert.
- Bestimmte Antibiotika (Fluorchinolone wie z.B. Ciprofloxacin, Levofloxacin, Norfloxacin und Ofloxacin): Eisen vermindert die Resorption dieser Arzneimittel stark.

Zwischen der Einnahme des Arzneimittels und den oben genannten Arzneimitteln sollte ein Abstand von mindestens 2 Stunden eingehalten werden.

Sonstige mögliche Wechselwirkungen
- Es kann zu einer Dunkelverfärbung des Stuhls kommen, der keine Magen-Darm-Blutung zugrunde liegt.
- Die heute üblichen Tests auf Blutspuren im Stuhl können falsch positiv ausfallen.

Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
In pflanzlichen Nahrungsmitteln (z.B. Getreideprodukten und Gemüse) enthaltene Substanzen, die mit Eisen Komplexe bilden (z.B. Phytate, Oxalate und Phosphate), sowie Bestandteile von Kaffee, Tee, Milch und Colagetränken hemmen die Aufnahme von Eisen ins Blut.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1 000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
Häufig: Magen-Darm-Beschwerden wie z.B. Durchfall, Verstopfung, Sodbrennen, Übelkeit oder Erbrechen. Die Häufigkeit nimmt mit steigender Dosis zu.
Eine im Verlauf der Behandlung auftretende dunkle Verfärbung des Stuhls kann auf den Eisengehalt zurückzuführen sein und ist unbedenklich.
Selten: reversible Verfärbung des Zahnbereiches

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Hauterscheinungen)

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Patientenhinweise

Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich
- Wenn Sie Gastritis, Magen- oder Darmgeschwüre, eine Knochenmarkserkrankung (Myelodysplasie) oder eine Blutarmut (Anämie) im Zusammenhang mit einer chronisch entzündlichen Erkrankung haben.
- Insbesondere bei älteren Menschen mit zunächst nicht erklärbarem Eisenmangel bzw. Anämie muss sorgfältig nach der Ursache des Eisenmangels bzw. der Blutungsquelle gesucht werden.
- Bei Blutarmut aufgrund einer schweren Nierenerkrankung sollte das Arzneimittel zusammen mit Erythropoetin verabreicht werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Aufbewahrung

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Gegenanzeigen

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
- Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind.
- Wenn Sie unter einer erblichen Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) leiden.
- Wenn Sie unter Eisenüberladung (chronische Hämolysen, Thalassämie, andere Hämoglobinopathien, chronische Transfusionsbedürftigkeit) leiden.
- Wenn Sie unter Eisenverwertungsstörungen (z.B. sideroachrestische Anämie, Bleianämie) leiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, sollten Sie das Arzneimittel nur auf Anordnung Ihres Arztes einnehmen.

Anwendung

Die Tropfen können direkt vor Einnahme in Wasser bzw. Fruchtsaft verdünnt oder in Fruchtkompott eingerührt werden.

Das Arzneimittel kann auf einem Teelöffel - ggf. mit Wasser verdünnt - eingenommen werden. Die Einnahme sollte entweder morgens nüchtern (ca. 1 Stunde vor dem Frühstück) oder in ausreichendem Abstand von etwa 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit erfolgen.
Um mögliche Zahnverfärbungen durch Eisenniederschlag zu verhindern, empfiehlt es sich, das Arzneimittel in Flüssigkeit verdünnt einzunehmen (z.B. in Orangensaft oder Trinkwasser, jedoch nicht in Milch, Kaffee, Tee oder Mineralwasser).

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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