Teva GmbH

CITALOPRAM Teva 10 mg Filmtabletten

PZN 0287355
CITALOPRAM Teva 10 mg Filmtabletten
Dieser Artikel ist außer Handel
Rezeptpflichtig
Rezepttyp:
Kassenrezept
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Produktdetails
Zusammensetzung
1 Tabl. enthält
Wirkstoffe
  • 10 mg Citalopram
  • 12.49 mg Citalopram hydrobromid
Hilfsstoffe
  • Magnesium stearat
  • Croscarmellose natrium
  • Hypromellose
  • Copovidon
  • Cellulose, mikrokristalline
  • Maisstärke
  • Lactose-1-Wasser
  • Polyoxyethylen (40) monostearat
  • Titandioxid
  • Glycerol
Anwendungsgebiete

Citalopram, der Wirkstoff des Arzneimittels, gehört zu einer Gruppe von Antidepressiva, die als selektive Serotonin- Wiederaufnahme-Hemmer bezeichnet werden.

Das Präparat wird zur Behandlung von Depressionen (Episoden einer Major Depression) angewendet.

Dosierung

Die übliche Dosierung ist:

Erwachsene:

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 20 mg Citalopram täglich. Wenn notwendig, kann die Dosis, abhängig vom Ansprechen auf die Behandlung, bis auf 40 mg Citalopram täglich erhöht werden. Die Maximaldosis beträgt 60 mg Citalopram täglich.

Ältere Patienten ( > 65 Jahre):

Bei älteren Patienten sollte die Dosis auf die Hälfte der Erwachsenendosis reduziert werden, z. B. auf 10-20 mg Citalopram täglich. Die Dosis kann, abhängig vom jeweiligen Ansprechen des Patienten, erhöht werden. Für ältere Patienten beträgt die Maximaldosis 40 mg Citalopram täglich.

 

Hinweise / Dauer der Behandlung:

Die Wirkung von Citalopram setzt nicht sofort ein. Eine antidepressive Wirkung kann frühestens nach 2 Wochen der Behandlung erwartet werden.
Die Behandlung sollte so lange weitergeführt werden, bis Sie über eine Dauer von 4-6 Monaten ohne Symptome sind. Citalopram sollte langsam abgesetzt werden. Es wird empfohlen, die Dosierung schrittweise über eine Dauer von 1-2 Wochen zu reduzieren. Unterbrechen Sie die Einnahme nicht, ohne dass es Ihnen Ihr Arzt geraten hat, auch wenn Sie sich besser zu fühlen beginnen. Verändern Sie nie die Dosierung Ihres Arzneimittels, ohne zuvor mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.

 

Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren:

Citalopram sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion:
Patienten mit leicht bis mäßig eingeschränkter Leberfunktion sollten eine Anfangsdosis von 10 mg Citalopram täglich erhalten. Die Tagesdosis sollte 30 mg Citalopram nicht überschreiten. Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion sollten klinisch überwacht werden. Vorsicht und eine besonders sorgfältige Dosierung ist bei Patienten mit einer stark eingeschränkten Leberfunktion angeraten.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion:
Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion erhalten eine niedrigere Dosis.

 

Absetzerscheinungen, die bei Absetzen der Behandlung auftreten können:
Abruptes Absetzen sollte vermieden werden. Wenn die Behandlung mit Citalopram abgebrochen werden soll, sollte die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von 1-2 Wochen reduziert werden, um das Risiko von Absetzerscheinungen zu verringern.

 

Überdosierung:

Wenn Sie mehr Citalopram eingenommen haben als Sie sollten, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Apotheker.

Symptome, die im Falle einer Überdosierung auftreten können: Schläfrigkeit, ein Zustand nahe der Bewusstlosigkeit mit scheinbar geistiger Inaktivität und verringerter Fähigkeit auf Reize zu reagieren oder Koma, Anfälle, Veränderungen im EKG (z. B. verlängertes QT-Intervall), Herzrhythmusstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Verfärbung der Haut, Schwitzen, beschleunigte Atmung (Hyperventilation). Symptome eines Serotonin-Syndroms können auftreten, besonders dann, wenn andere Substanzen gleichzeitig eingenommen wurden.

 

Vergessene Einnahme:

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein um die vergessene Dosis auszugleichen.

 

Behandlungsabbruch:

Beenden Sie die Behandlung bitte nicht eigenständig, sondern erst wenn Ihr Arzt dies anordnet. Da Absetzerscheinungen auftreten können, wenn die Behandlung abgebrochen wird, wird empfohlen, die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von 1-2 Wochen zu reduzieren.

Absetzerscheinungen können sein:
Schwindel, Gefühlsstörungen wie kribbelndes Hautgefühl, Empfindungen elektrischer Reize, Taubheit, Schlaflosigkeit, intensive Träume, Erregtheit, Ängstlichkeit, Übelkeit oder Krankheitsgefühl, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, beschleunigter Herzschlag (Herzklopfen), emotionale Labilität, Reizbarkeit und Sehstörungen. Die Mehrheit der Absetzerscheinungen sind leicht und selbstlimitierend, können jedoch bei einigen Patienten auch schwerwiegend sein.

Wechselwirkungen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden oder kürzlich angewendet haben:

- Monoaminoxidase(MAO)-Hemmer wie beispielsweise Phenelzin, Isocarboxazid oder Tranylcypromin. Sie dürfen Citalopram nicht in den ersten 14 Tagen nach Absetzen eines so genannten irreversiblen MAO-Hemmers einnehmen. Nach Absetzen eines reversiblen MAO-Hemmers (z. B. Moclobemid) dürfen Sie Citalopram-TEVA 10 mg erst nach der in der Gebrauchsinformation des reversiblen MAO-Hemmers genannten Frist einnehmen. Sie dürfen keine MAO-Hemmer innerhalb 7 Tagen nach Absetzen von Citalopram einnehmen. Wenn Sie mehr als 10 mg des MAO-Hemmers Selegilin pro Tag erhalten, dürfen Sie Citalopram nicht einnehmen.

- andere Arzneimittel mit serotonergen Effekten wie Sumatriptan, andere Triptane oder Tryptophan

- Antikoagulanzien (zur Hemmung der Blutgerinnung) wie z. B. Warfarin, Aspirin (Acetylsalicylsäure), Dipyramidol oder Ticlopidin

- Arzneimittel, die die Schwelle für epileptische Anfälle herabsetzen, z. B. Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen), Mefloquin (Arzneimittel zur Behandlung der Malaria) oder Bupropion

- Arzneimittel, die zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen angewendet werden (atypische Neuroleptika oder Phenothiazine)

- pflanzliche Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten

- Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen, die als nicht-steroidale antientzündliche Arzneimittel (NSARs) bezeichnet werden wie z. B. Ibuprofen, Ketoprofen oder Diclofenac

- Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen wie Tramadol

- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen wie z. B. Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Venlafaxin oder trizyklische Antidepressiva wie Nortryptilin oder Imipramin

- Arzneimittel zur Behandlung von Migräne wie z. B. Sumatriptan und andere Triptane

- Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, z. B. Propafenon, Flecainid

- Arzneimittel zur Behandlung der Herzleistungsschwäche wie Metoprolol

- Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen wie Lithium, Risperidon oder Chlorpromazin

- Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren wie Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol oder Cimetidin.

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

 

Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:

Bitte nehmen Sie keinen Alkohol zu sich, während Sie Citalopram einnehmen. Citalopram kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann das Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Einige wenige Patienten können eine schwere allergische Reaktion zeigen. Dies ist eine sehr seltene aber schwere Nebenwirkung. Wenn Sie von einer der nachfolgenden Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie Citalopram nicht weiter ein und wenden Sie sich sofort an ihren Arzt oder suchen Sie eine Ambulanz im nächstgelegenen Krankenhaus auf:
- Schwellung der Lippen, des Gesichts und des Nackens (allergische Reaktion), die zu starken Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen führt
- Schock (starker Anstieg des Blutdrucks, Blässe, Aufregung, schwacher und schneller Puls, feuchtkalte Haut, vermindertes Bewusstsein) durch plötzliche starke Erweiterung der Gefäße als Folge einer schweren Überempfindlichkeit gegen bestimmte Substanzen (anaphylaktische Reaktionen).

Fälle eines Serotonin-Syndroms wurde bei Patienten, die mit dieser Art von Antidepressiva (SSRIs) behandelt wurden, berichtet. Wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt, wenn bei Ihnen hohes Fieber, Zittern, Muskelzuckungen und Angst auftreten, da diese Anzeichen einen Hinweis auf eine Entwicklung dieses Syndroms sein können. Die Behandlung mit Citalopram muss sofort unterbrochen werden.

Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten oder selbstschädigendes Verhalten während der Behandlung mit Citalopram oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.

Ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche wurde bei Patienten beobachtet, die diese Art von Arzneimitteln einnehmen.

 

Die nachfolgenden Nebenwirkungen wurden in den angegebenen Häufigkeiten beobachtet:

Sehr häufig (tritt bei mehr als 1 von 10 Patienten auf):
- Schläfrigkeit, Einschlafstörungen, Erregtheit, Nervosität
- Kopfschmerzen, Zittern, Schwindel
- Schwierigkeiten mit den Augen zu fokussieren, verschwommenes Sehen
- unregelmäßiger Herzschlag
- Unwohlsein, Mundtrockenheit, Verstopfung, Durchfall
- vermehrtes Schwitzen
- Gefühl von Schwäche (Lethargie).

Häufig (tritt bei weniger als 1 von 10 Patienten auf):
- Gewichtsverlust, Gewichtszunahme
- Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, verändertes Träumen (ungewöhnliche und intensive Träume), Gedächtnisverlust, Angst, Libidoabnahme, Appetitzu- oder -abnahme, fehlende Emotionen oder Enthusiasmus, Verwirrtheit
- Migräne, Gefühlsstörungen wie kribbelndes Hautgefühl oder Starre
- Sehstörungen, eingeschränkte Sicht
- schneller Herzschlag
- Schwindel nach plötzlichem Aufstehen, niedriger Blutdruck, hoher Blutdruck
- laufende und juckende Nase, Entzündung der Nebenhöhlen (Schmerzen und Druckgefühl im Gesicht, welches zunimmt, wenn Sie sich vornüber beugen, verstopfte Nase, Halsschmerzen und Husten, Kopfschmerzen, Fieber, Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen oder Schmerzen im Oberkiefer)
- Verdauungsstörungen/Sodbrennen, Übelkeit, Magenschmerzen, Blähungen, erhöhter Speichelfluss
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen, übermäßige Urinbildung
- Störungen des weiblichen Orgasmus, Menstruationsschmerzen, Impotenz (Unfähigkeit eine Erektion zu bekommen oder aufrecht zu erhalten), Ejakulationsstörungen
- Ausschlag, Juckreiz
- Müdigkeit, Gähnen, Geschmacksstörungen.

Gelegentlich (tritt bei weniger als 1 von 100 Patienten auf):
- ein Zustand mit unangemessenem Optimismus, Vergnügen und des positiven Befindens (Euphorie), Libidosteigerung
- Anfälle, Beeinträchtigung der freiwilligen Bewegungen, z. B. Zittern, Zuckungen, Veränderungen des Muskeltonus, Verlangsamung der Bewegungen, unfreiwillige und außergewöhnliche Muskelbewegungen im Gesicht
- Ohrenklingeln
- Verlangsamung des Herzschlags
- Husten
- Beeinträchtigung der Leberfunktion (erkennbar in Blutuntersuchungen)
- Lichtüberempfindlichkeit
- Muskelschmerzen
- allergische Reaktionen, Ohnmacht, allgemeines Unwohlsein.

Selten (tritt bei weniger als 1 von 1000 Patienten auf):
- Blutungen, z. B. Blutungen im Bereich der Vagina, des Magens, der Haut und der Schleimhäute (die Schleimhaut, welche Mund, den Nasenraum, die Vagina und die Harnleiter auskleidet)
- psychomotorische Ruhelosigkeit der Arme und Beine (Akathisie)
- niedriger Natriumgehalt im Blut, besonders bei älteren Patienten (der Halluzinationen, Verwirrtheit, Anfälle, Verlust der Energie und Muskelkrämpfe oder -schwäche hervorrufen kann).

Sehr selten (tritt bei mehr als 1 von 10 000 Patienten auf):
- Halluzinationen, Stimmungsschwankungen, Störungen der Selbstwahrnehmung begleitet von Empfindungen von Unwirklichkeit und Entfremdung, Panikattacken
- Herzrhythmusstörungen oder Störungen des Herzschlags
- Milchabsonderung aus der Brust
- Juckreiz, Anschwellen der Lippen, des Gesichts und des Nackens (allergische Reaktion, welche zu starken Schwierigkeiten beim Schlucken oder Atmen führt)
- Gelenkschmerzen
- Schock (starker Anstieg des Blutdrucks, Blässe, Aufregung, schwacher und schneller Puls, feuchtkalte Haut, vermindertes Bewusstsein) durch plötzliche starke Erweiterung der Gefäße als Folge einer schweren Überempfindlichkeit gegen bestimmte Substanzen (anaphylaktische Reaktionen).

 

Da Absetzerscheinungen beim Beenden der Behandlung auftreten können, wird empfohlen, die Dosis schrittweise in Abständen von 1-2 Wochen zu reduzieren.
Absetzerscheinungen können sein: Schwindel, Gefühlsstörungen wie kribbelndes Hautgefühl, Empfindungen elektrischer Reize, Taubheit, Schlaflosigkeit, intensive Träume, Erregtheit, Ängstlichkeit, Übelkeit oder Krankheitsgefühl, Zittern, Verwirrtheit, Schwitzen, Kopfschmerzen, Durchfall, beschleunigter Herzschlag (Herzklopfen), emotionale Labilität, Reizbarkeit und Sehstörungen. Die Mehrheit der Absetzerscheinungen sind leicht und selbstlimitierend. Üblicherweise verschwinden die Nebenwirkungen nach ein paar Tagen wieder.

 

Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Citalopram ist erforderlich:

 

Bei der Anwendung von Citalopram bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren:

Citalopram sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Suizidversuch, suizidale Gedanken und Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Citalopram verschreiben, wenn er/sie entscheidet, dass dies im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Citalopram verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Citalopram einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Citalopram in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.

 

Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression:

Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa 2 Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher:
- wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen
- wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.

Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.

Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Informationen zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.

- Bei Patienten, die Antidepressiva einnehmen, können während der ersten Behandlungswochen Symptome wie Ruhelosigkeit und eine Unfähigkeit still zu stehen oder zu sitzen auftreten. Bei betroffenen Patienten kann eine Dosiserhöhung diese Symptome weiter verschlechtern.

- Citalopram sollte bei Patienten, die epileptische Anfälle erleiden oder deren Anfallshäufigkeit zunimmt, abgesetzt werden. Citalopram sollte bei Patienten mit instabiler (unkontrollierter) Epilepsie nicht angewendet werden. Patienten mit gut eingestellter Epilepsie sollten engmaschig überwacht werden.

- Citalopram sollte nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet werden, die eine serotonerge Wirkung haben, einschließlich bestimmte Schmerzmittel und Arzneimittel zur Behandlung der Migräne.

- Citalopram sollte bei Patienten mit erniedrigten Natrium-Blutspiegeln mit Vorsicht angewendet werden.

 

Verständigen Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme von Citalopram, wenn Sie:

- unter Diabetes leiden, da eine Behandlung mit Citalopram die Kontrolle des Blutzuckerspiegels beeinflussen kann
- unter Epilepsie oder Krämpfen leiden, da Krämpfe ein potentielles Risiko bei der Behandlung mit Antidepressiva darstellen
- eine Elektrokrampfbehandlung erhalten
- in der Vergangenheit an Manie oder Hypomanie gelitten haben. Citalopram sollte nur mit Vorsicht angewendet und die Behandlung abgebrochen werden, wenn bei Ihnen eine manische Phase auftritt.
- Nieren- oder Leberprobleme haben. Die Anwendung von Citalopram wird bei Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen nicht empfohlen.
- unter einer Erkrankung des Blutgerinnungssystems leiden, da Citalopram Blutungen hervorrufen kann
- Arzneimittel einnehmen, die die Blutgerinnung beeinflussen
- unter einem Magengeschwür leiden oder in der Vergangenheit Blutungen im Magen-Darm-Bereich hatten
- unter unregelmäßigem Herzschlag/Herzklopfen oder anderen Herzproblemen leiden (wenn Sie anfällig für eine Verlängerung des QT-Intervalls sind oder bei Ihnen der Verdacht auf eine angeborene Verlängerung des QT-Intervalls besteht)
- an niedrigen Blutspiegeln von Kalium oder Magnesium leiden
- unter einer Psychose mit Episoden einer Depression leiden
- wenn bei Ihnen ein Serotonin-Syndrom auftritt. Eine Kombination von Symptomen wie Aufregung, Zittern, Muskelzuckungen und Hyperthermie (Fieber) können auf die Entwicklung eines solchen Syndroms hinweisen. In einem solchen Falle ist die Behandlung mit Citalopram unverzüglich abzubrechen.

Beenden Sie die Einnahme von Citalopram nicht abrupt, da es zu Absetzsymptomen kommen kann

 

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:

Citalopram kann Ihre Fähigkeit ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen beeinträchtigen.
Führen Sie daher kein Fahrzeug oder bedienen Sie keine Maschinen bevor Sie nicht wissen wie Citalopram bei Ihnen wirkt. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

 

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Gegenanzeigen

Darf nicht eingenommen werden:

- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Citalopram oder einen der sonstigen Bestandteile sind

- wenn Sie gleichzeitig ein Antidepressivum vom Typ der Monoaminoxidase-Hemmer (auch MAO-Hemmer genannt) einnehmen oder innerhalb der letzten zwei Wochen eingenommen haben wie z. B. Selegilin oder Moclobemid.

Schwangerschaft und Stillzeit


Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

 

Schwangerschaft:


Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/ Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit Citalopram behandelt werden. Ähnliche Arzneimittel wie dieses (so genannte SSRI) können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft, eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte nehmen Sie in einem solchen Fall sofort mit Ihrer Hebamme und/oder Ihrem Arzt Kontakt auf.

Sie dürfen die Behandlung mit Citalopram nicht abrupt beenden.

Wenn Sie Citalopram in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt darüber, da Ihr Kind nach der Geburt bestimmte Symptome aufweisen kann. Diese Symptome beginnen üblicherweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt des Kindes. Sie äußern sich in Störungen des Schlafes oder Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, Atemproblemen, bläulichen Verfärbungen der Haut sowie erhöhter oder erniedrigter Temperatur, Krankheitsgefühl, häufigem Schreien, Muskelsteifigkeit oder -schwäche, Lethargie, Zittern oder Anfällen. Weist Ihr Kind nach der Geburt eines dieser Symptome auf, benachrichtigen Sie bitte umgehend den behandelnden Arzt, der Maßnahmen ergreifen kann.

 

Stillzeit:

Citalopram geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Es besteht das Risiko von Wirkungen beim Kind. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, bevor Sie stillen, wenn Sie Citalopram einnehmen.

 

Anwendung

Die Filmtabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Die Filmtabletten sollten mit einem Glas Wasser oder einer anderen Flüssigkeit unzerkaut geschluckt werden.

Citalopram sollte als Einzeldosis, entweder am Morgen oder am Abend eingenommen werden.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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